Triathlon ist unsere Leidenschaft
, Astrid Leu

Ironman Barcelona

Ironman Barcelona  

Astrid Leu  

 

 

Emotionen sind ein grundlegender Bestandteil unseres menschlichen Wesens. Und diese Gefühle waren im Überschuss vorhanden in Calella. Es lief alles wie am Schnürchen, Flug mit Radkoffer, Einrichten der Wechselzone und alles rundherum war einfach freudvoll. Die NUI Bar zwischen Hotel und Wechselzone entwickelte sich zu unserem Treffpunkt wo wir auch Mathias kennenlernen durften. Die äusseren Bedingungen waren auch vielversprechend mit 21 Grad Wassertemperatur des türkisblauen Meers, welches sich sanft zeigt an diesem 6. Oktober. Leicht bewölkt der Morgenhimmel jedoch voraussichtlich Niederschlag frei bei auch rund 21 Grad. Ich stellte mich bei optimistischer Schwimmzeittafel 1:20 ein. So konnte ich mit Peter Nef bis zum Einstig die Nervosität teilen. Das Schwimmen war einfach wunderschön in den sanften Wellen zu gleiten und dabei den Meeresboden zu sehen. Die Kehrtwende kam recht schnell doch der Rückweg zum Ausstieg mit den orangen Bojen zog sich dann doch noch in die Länge. Wann kommt endlich die rote Boje? Da kam der Ausstieg und ich entdeckte Rahel und Tanja, das hat mich sehr erfreut. Ein Blick auf die Uhr 1:17????? Das kann nicht sein! Ich stellte mich kurz unter die Wasserdusche um das Salz zu entfernen holte mir Wasser zum Trinken und nochmals Blick auf die Uhr 1:17:54… krass … ok weiter ging es aufs Rad. Ich verpflegte mich mit Gries Schnitten, Riegel, Bieberli, Iso und Winforce-gels während der Fahrt. Die viel zu vielen Radfahrer auf der Strecke machten die IRONMAN Regel ohne Windschattenfahren zu einer Herausforderung der eigenen Disziplin und war eine weitere Challenge die überwunden werden musste. Bereits nach ca. 30 km rumpelt es hinter mir. Ich wagte keinen Blick zurück jedoch der Ton klingt noch immer in meinen Ohren nach. Bald schon kam mir Hans entgegen was mich sehr erfreute. Mein BMC rollte wirklich mühelos über die flache Strecke und ich erreiche die Wechselzone erstaunlich frisch. So fühlte sich das Laufen den Umständen entsprechend gut an. Nur die Geels in meiner Rückentasche des TRI- Suits schlugen unbequem herum so entschied ich gleich einen zu nehmen. Das, so denke ich, löste nur 3km später Magenkrämpfe und Durchfall aus und ich musste mehrfach die ToiToi`s aufsuchen. Die Lauf-Strecke war flach dem Meer entlang. Sie führte zwischen Ziel und Wechselzone, zeitweise ausserhalb des Städtchens, in zuschauerarmen Strassen und war in 3 engen Runden angelegt. So begegneten wir Athleten uns immer mal wieder. Unsere genialen Supporter feuerten lauthals an. Meine Verdauung forderte mich leider auf, mich auf mich selbst zu konzentrieren.  Die Gewissheit durch den Zuruf von Rahel: «Hans ist unter 10 Stunden im Ziel angekommen» schenkte mir Kraft und Motivation. So konnte ich auch die letzte Runde mit 13,5 km noch einigermassen positiv zu Ende laufen. Eine riesen Freude war das Einbiegen in diesen Zieleinlauf! Einfach grandios! Hans steht da und nimmt mich strahlend in Empfang. Überwältigt von Emotionen und Erschöpfung musste ich mich erst sammeln. Die Erkenntnis einen IROMNAN so genial gefinisht zu haben kommt erst nach und nach.  

Ich gratuliere nochmals allen Finishern des IRONMAN BARCELONA Hans, Mathias, Peter und Thomas sowie ein herzliches Dankeschön an alle die mitgefiebert habt.