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Bericht aus Kona von Sandro

Sandro Bauer 25.10.2016

Nach Sturz bei Kilometer 160 Quali verpasst!

Ein „kurzer“ Race-Bericht: Dieses Rennen hatte bezüglich Wetter fast alles zu bieten. Nur die brennend heisse Sonne fehlte im Repertoire – worüber ich ehrlich auch nicht traurig war. Ein magischer Sonnenaufgang vor dem Start sah vielversprechend aus. Das Schwimmen lief gut. Der Auftrieb vom Salzwasser und zusätzlich vom kurzfristig doch noch erlaubten Neopren war phänomenal. Habe aber wie geplant nicht vollgas gegeben – der Erkältung wegen. 55 Minuten brauchte ich für die erste Disziplin.

Dann ab aufs Velo! Da wollte ich eigentlich so richtig Gas geben. Bald war ich auch schon umgeben von PRO-Athleten, welche rund sieben Minuten vor uns starteten. Es machte richtig Spass mit dem 56er-Kettenblatt, welche mir Moro's Zweirad diesen Sommer montiert hatte. Zurück zum Wetter: mal war es stark bedeckt, dann drückte scheu die Sonne durch, dann windete es ziemlich arg. Aber der Höhepunkt kam dann ca. bei Kilometer 150, als ich in eine heftige Gewitterwolke fuhr. Der Regen war so stark, dass die Strassen des Städtchens Muro zu reissenden Wildbächen mutierten und der Regen prasselte in so dicken Tropfen vom Himmel, dass sie auf der Haut schmerzten. Die Blitze flogen mir regelrecht um die Ohren und ich hatte seit langem wieder mal richtig Angst, von einem getroffen zu werden. Sie schlugen ein und zeitgleich krachte es. Ich hielt mir mit einer Hand – die andere brauchte ich ja um den Lenker zu halten – ein Ohr zu, damit ich schlimmstenfalls nur auf einer Seite einen Gehörschaden davon trüge. Mit der Angst im Genick raste ich davon. Ziemlich überrascht wurde ich von einem Linksabbieger, in welchen ich angesichts der nassen Strassen viel zu schnell einbog. Tatsächlich war das Velo nicht mehr zu halten. Wie auf Schmierseife rutschte es mit mir über die Strasse in einen ziemlich tiefen Strassengraben. Mir hatte es dank Seifenbelag herzlich wenig gemacht. Etwas den Hintern aufgeraspelt und hier und da ein paar Kratzer. Aber für mein Vorderrad war der Aufprall wohl zu deftig und der Collé verlor die Luft. Ein grosser Dank an Christian Tölg (D), der mir sein ganzes Pannenset zur Verfügung stellte! Der Zwischenfall kostete mich aber rund 30 Minuten. Und so war dann beim Laufen die Motivation ziemlich am Boden. Ich finishte mit 9:45:41.

Trotzdem hätte es wahrscheinlich auch ohne Sturz nicht gereicht – zu gut waren die Gegner und zu schlecht meine Tagesform!

Danke dem Supporterteam Mum&Dad (alias Doris Bauer und Markus Bauer) für ihre Geduld im strömenden Regen, Tri United by CHRIS sportsfür den Teamspirit über die ganze Saison, Moro's Zweirad GmbH für das robuste Velo und CHRIS sports für das geniale Material – sorry, dass ich die Hosen zerriss!

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